Hurtigruten Nordkap-Linie Sommerroute

Schon bald nach unserer ersten Hurtigruten Reise (Nordkap-Linie) im Februar 2025 kam der Wunsch auf, diese Reisestrecke auch einmal im Sommer zu befahren, da andere bzw. kleinere Häfen angelaufen werden. So wurde im September 2025 für Ende August/Anfang September 2026 (Nordlichter möglich!) die Nordkap-Linie mit der nun wieder rückbenannten MS Finnmarken (ehem. Otto Sverdrup) gebucht.


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21. August 2026 – Hamburg

Der Tag begann sehr früh: das Taxi holte uns wieder um 5:15 Uhr ab, unser eingeplante Zeitpuffer wurde schnell verbraucht, da sich extreme Menschenmassen bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Wien anstellten. Dennoch brachten wir diese relativ rasch hinter uns, hoben etwas verspätet ab, um dennoch pünktlich in Hamburg zu landen. 

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Mit der S-Bahn S1 ging es vom Airport direkt zu den Landungsbrücken, dann noch zwei Stationen mit der Fähre 62 die uns bequem bis zur Station Docklands brachte. Die Finnmaken lag diesmal in Altona und wartete schon auf uns.

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Kurz darauf um 11 Uhr, als die Gepäckabgabe geöffnet wurde, konnten wir bereits unsere Koffer abgeben um uns anschließend noch die Beine zu vertreten und uns einen guten Backfisch zu gönnen. 

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Bereits gegen 13 Uhr konnten wir einchecken und direkt aufs Schiff, wo auch schon unsere Kabine 630 bezugsfertig war. Nach der Sicherheitseinweisung genossen wir die Aussicht in der 1893 Bar (für uns noch immer "Lounge") und an Deck und verabschiedeten uns pünktlich um 18 Uhr von Hamburg. Kurz darauf zog es zu und Regen setzte ein.

Das Schiff

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Abfahrt

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Abends gab es das erste (von insgesamt vier) Abendbuffets, ohne feste Tischzeiten. Im Vorhinein hatten wir um eine spätere Tischzeit, möglichst mit einem Tisch am Fenster gebeten – und auch erhalten!

Ein Vortrag am Abend und Getränke in der Bar - Lounge rundeten den Tag ab.

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22. August 2026 – Ungeplanter Seetag

Wir schliefen recht gut, doch nicht lange. Bereits um 4:15 Uhr waren wir wach. Mittlerweile bemerkten wir den stärker werdenden Seegang obwohl lt windy lediglich Wellen von 1,4m vorhergesagt waren.

Wegen starken Windes wurde die geplante Route geändert. Statt wie ursprünglich vorgesehen nach Esbjerg DK zu fahren, drehte man kurz vor dem Hafen nach Norden ab – direkt in Richtung Norwegen. Die Wellenvorhersage stieg auf etwa 3,3 Meter. Was folgte, war ein Tag voller Seegang! Die ersten Pulver wirkten noch gut bei Andrea und so gingen wir am Schiff auf und ab, der Bug wurde gesperrt und auch die Pools waren nicht in Betrieb. Das Schiff rollte und schwankte den ganzen Tag über, man dachte man geht sturzbetrunken herum. Das Mittagessen hatten wir ausfallen lassen, einfach da wir vom Frühstücksbuffet noch satt waren. Am Nachmittag gab es noch Kaffee und eine kleine Jause, danach sahen wir uns Vorträge im TV in der Kabine an. Der Kapitän kündigte bis Mitternacht weiteren hohen Wellengang an, die Aufzüge wurden alle abgeschalten. Abends half trotz des Pulvers und Akkupressurarmbänder für Andrea nur eines – liegen bleiben und abwarten.

Andreas ging allein zum Abendessen ins Flora, das nur sehr spärlich besucht war. Danach brachte er Cracker mit die uns beiden hervorragend schmeckten und die Übelkeit ein wenig linderten. Diese Cracker wollten wir unbedingt für zu Hause nachkaufen, was wir auch später taten (zuvor bekamen wir noch eine ganze Packung von unserem Kellner).

Bis Mitternacht gab es Wellen von ca. 4m, danach beruhigte sich das Meer endlich.

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23. August 2026 – Stavanger

Wieder waren wir früh wach, um 5 Uhr. Nach dem üblichen Pulver für Andrea und kurzem Warten genossen wir Kaffee und Tee im Activity Center, gefolgt vom Frühstück, das gleichzeitig mit der Hafeneinfahrt in Stavanger stattfand. Da es stark bewölkt war und wir keinen Ausflug gebucht hatten, konnten wir uns ohne Eile fertig machen.

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Wir kannten Stavanger bereits von füheren Besuchen und wollten daher in die Umgebung – zu den Schwertern im Fels (Sverd i fjell).

Mit dem öffentlichen Bus und einem 15minütigem Fußweg kamen wir zu diesen schön am Ufer gelegen Schwertern, die an die Schlacht am Hafrsfjord 872 erinnern sollen. Zurück fuhren wir mit einem anderen Bus, spazierten am Teich entlang zurück zum Schiff. Dieser private Ausflug verlief reibungslos.

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Nach dem Mittagessen entschieden wir uns dagegen nochmals in die Altstadt zu spazieren, legten eine kurze Siesta ein und genossen den Kaffee in der Lounge.

Beim Verlassen von Stavanger blieben wir an Deck und sahen uns die Landschaft an. Der Tag war durchgetaktet: es gab den, aufgrund des Wetters verschobenen, Kapitänsempfang mit Sekt – wo auch das Management vorgestellt wurde.

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Gleich darauf fuhren wir in den Lysefjord, dieser öffnete sich mit wunderschönen Wolkenformationen am Himmel während sich das Schiff sich dem Preikestolen näherte und sich am Stand drehte um jeden den tollen Anblick zu ermöglichen. Da es schon recht frisch war, gab es Punsch!

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Ein kurzes schnelles Abendessen vom Buffet, dann gingen wir wieder nach draußen, denn wir erreichten Kjeragfoss den „Hängenden Stein" . Erst am Ende vom Lysefjord bei Lysebotn wendete die Finnmarken.

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Abends folgte nach einem kurzen Lounge Aufenthalt der Tagesvortrag am Zimmer – ein entspanntes Ende nach einem ereignisreichen Tag.

24. August 2026 – Bergen

Auch heute morgen wurde wieder nicht lange geschlafen. Nach einem ersten Kaffee gingen wir den Tag ruhig an - im Whirlpool. Bei der Einfahrt nach Bergen wurde gefrühstückt, mit Blick auf die alte Hansestadt bei trockenem Wetter.

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Da wir Bryggen und den Floyen bereits kannten spazierten wir nach dem Anlegen direkt durch die Altstadt Nordnes, die Halbinsel beim Hurtigrutenkai, mit historischen weißen Holzhäusern. 

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Mit der Straßenbahn fuhren wir zur Fantoft Stabkirche, einer rekonstruierten Holzstabskirche, die im Süden von Bergen steht. Dort trafen wir auf einige Busgruppen vom Schiff, die aber eine weitere Stadtrundfahrt am Programm hatten.

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Zurück auf dem Schiff gab es ein gutes Mittagsbuffet, eine Erholungsphase und Kaffee. Wir entschieden uns, nicht mehr an Land zu gehen. Stattdessen nutzten wir die Zeit an der Bar mit Spiele und Fotos bearbeiten. Pünktlich zum Ablegen gingen wir aufs Umlaufdeck und winkten einem kleinen Mädchen mit Mama zu.

An diesem Abend aßen wir im Restaurant Arran, wo wir nach Teilnahme an einem Vortrag noch ein schnelles Dessert knapp vor Sperrstunde bekommen konnten.

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25. August 2026 – Seetag

Sehr früh am Morgen war es wieder wellig – es ging um das Vestkapp herum. Nach einem Pulver holten wir uns Kaffee und frühstückten wie immer ausgiebig. Die Atlantikstraße kam erst am Vormittag in Sicht – leider weit entfernt und im Gegenlicht, was fotografisch nicht optimal war.

Selbst der Seetag ließ keine Langeweile aufkommen: Lounge Besuche mit toller Aussicht, Spielen und Fotos bearbeiten, Deckspaziergänge, ein Vortrag über Souvenirs aus Norwegen wo regionale Produkte und Geschichten präsentiert wurden, eine zufällige Begegnung mit einem Wiener Paar (ich denke die einzigen neben uns). Der Tag diente der Erholung und dem Genießen der norwegischen Landschaft.

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26. August 2026 – Træna

Heute ging es zum Træna-Inselarchipel. Wir hatten uns zu einer (teuren) Bootstour von der Hauptinsel Husøya auf Sanna und einer weiteren Insel angemeldet.

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Das Wetter war traumhaft! Nach einer kurzen Fahrt hatten wir auf Sanna einen einstündigen Aufenthalt und nutzten diesen für einen Spaziergang mit Guide und tollen Informationen am Berg hin zum Militärtunnel.

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Unterwegs fuhren wir an zwei weiteren kleinen Inseln vorbei, jeweils mit charakteristischer Küstenlandschaft. Auf der letzten Insel Selvaer die wir besuchten, gab es Suppe serviert – entweder Fisch oder vegetarisch – inklusive Kaffee und wer wollte konnte mehr über die Schafzucht erfahren. Wir gingen stattdessen ein kurzes Stück um dann wieder mit dem Boot ca. 45 Minuten zurück nach Husøya zu fahren.

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Wir hatten noch Zeit und spazierten durch den Ort, fanden das Aloha Café, kauften Snacks im Supermarkt ein und kamen noch an der Kirche vorbei. Wir ließen den Tag ruhig ausklingen.

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Polarkreisüberquerung und Svartisen Gletscher

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27. August 2026 – Torsken/Senja

Morgenstimmung Trollfjord

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Bereits um kurz nach 5 Uhr früh kamen wir dem Trollfjord näher. Man glaubt gar nicht wie viele Menschen freiwillig so früh aufstehen, wenn es ein Highlight der Norwegischen Fjorde zu sehen gibt.
An Deck wurde Kaffee und Kakao ausgeschenkt, der Wind blies unangenehm kalt und das einzige Mal zog ich meine Handschuhe an.

Es war eine sehr stimmungsvolle Fahrt durch die Enge des Trollfjordes, die Drehung des Schiffes am Stand um bei der Ausfahrt auch noch Seeadler zu Gesicht zu bekommen!

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Risøykanal

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Da wir auf der Insel Senja in dem verschlafenen Ort Torsken anlegten und nicht am Schiff bleiben wollten, blieb uns nur, an einer Bustour teilzunehmen, denn eine E-Biketour wollten wir nicht. 

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In Torsken gibt es nur ein einziges Geschäft. Die Bustour führte zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Region: Bergsbotn, ein Steg über den Fjord bot spektakuläre Ausblicke. Tungeneset, ein Holzpfad führte zum legendären Steinstrand. Und das goldene „Klo" in Ersfjord waren unsere Besichtigungspunkte. Diese Sehenswürdigkeiten kannten wir allerdings bereits von einem früheren Senja Aufenthalt.

Die Bustour dauerte 3:15 Stunden, es war sonnig und warm!

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Den Tag ließen wir wieder mit einem Vortrag und einem Loungebesuch ausklingen. Leider stellte sich das erhoffte Nordlicht nicht ein, trotz hoher Vorhersagewahrscheinlichkeit und zweimaligem Weckerstellen. 

Abendessen - Samimenü

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