28. August 2026 – Nordkap
Der Tag begann mit einer Durchsage des Kapitäns, dass König Harald von Norwegen gestorben war.
Bei herrlichem Wetter entschied der Kapitän, dass wir um die Insel Magerøya herumfahren konnten, um die Nordkappkugel vom Meer aus zu sehen, bevor wir in Honningsvag anlegten.
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Das Ziel des Tages war das Nordkap. Wir hatten die Bustour in unserem Reisepaket inkludiert und begaben uns daher, nach einem kurzen Weihnachtsgeschäftsbesuch, in einen von sechs Bussen.
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Am Weg sahen wir einige Rentiere. Es war sonnig, warm bei etwa 15 Grad. Da alle Personen in die Nordkapphallen strömten, gingen wir außen herum direkt zur Weltkugel. Hier waren die Leute noch sehr respektvoll und stellten sich an, um ein Foto möglichst ohne viele weitere Touristen machen zu können. Der Vordermann od. Hintermann fotografierte immer. Als wir auch unser Foto in der Tasche hatten, genossen wir noch ein paar Augenblicke. Dabei bemerkten wir, wie immer mehr Menschen von allen Richtungen ein Foto von sich mit der Nordkappkugel machten – wir waren froh, dass wir fast keine anderen Touristen auf unserem privaten Foto hatten!
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Auch die Nordkapphallen besichtigten wir wieder, inklusive dem kurzen Film über das Nordkapp. Anschließend gingen wir noch zu den Kinder der Welt. Der 1,5 Stunden Aufenthalt war kurzweilig, unterwegs sahen wir nochmals Rentiere, sogar direkt am Ortsbeginn von Honningsvag.
Der Unterschied zu den Vorjahren war allerdings, dass der Parkplatz kostenpflichtig ist und Wohnmobile nicht mehr über Nacht stehen dürfen.
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Am Abend fragte Andrea nach einem Dessertwein – unser überaus netter Kellner brachte welchen - daraus wurde eine Portwein-Verkostung mit 5 verschiedenen Sorten!
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29. August 2026 – Tromsø
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Es war ein sonniger Vormittag, doch ab Mittag wurde es windig. In Tromsø angelangt, kauften wir einige Souvenirs und begaben uns zu einer neuen Skulptur, durch deren Öffnung die Eismeerkathedrale hindurch sichtbar ist. Das Sami-Museum wollten wir uns eigentlich ansehen, doch letztendlich entschieden wir uns dagegen.
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30. August 2026 – Reine
Mittlerweile konnten wir sogar länger schlafen (bis ca 6:30 Uhr), sodass wir uns beeilen mussten um gegen 8 Uhr das Anlegen in Reine mitzuverfolgen, wo direkt am Kai auch ein Wohnmobilstellplatz ist. Es war stark bewölkt und regnete leicht. Nach dem Frühstück machten wir uns auf das Städtchen zu erkunden, denn wir hatten keinen Ausflug gebucht.
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Der Spaziergang durch Reine mit seinen roten Fischerhütten war sehr nett, besonders da langsam die Sonne durchkam – zahlreiche Fotos entstanden.
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Im Supermarkt fiel auf: getrocknete Algen waren teurer als auf dem Schiff, obwohl diese direkt von den Lofoten stammten.
Nach dem Mittagessen rasteten wir, bevor das Schiff verspätet nach 15 Uhr ablegte. Grau-in-grau, nieseln – die typische Lofoten-Stimmung verabschiedete uns. Wir genossen wieder die Lounge und sahen leider nichts von der tollen Landschaft.
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31. August 2026 – Bessaker
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Wir erreichten Bessaker im Regen, dennoch stellten wir uns am Bug um mit Fahnen unserem Empfangskomitee entgegen zu winken. Eine kleine Gruppe hatte sich versammelt um unser Schiff zu begrüßen – der Ort bekommt leider nicht mehr so oft Besuch, da er auf der Postschiffroute und im Winter auf der Nordkap-Linie nicht mehr angefahren wird. So spielten sie für uns „I'm singing in the rain…"
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Mit dem kostenlosen Shuttlebus fuhren wir noch bei Regen die etwa 2 Kilometer in den Ort. Es waren Handwerkshütten mit netten Erzeugnissen aufgebaut, Oldtimer konnte man besichtigen oder in das kleine Dorfmuseum schauen. Kaffee und Kuchen gab es für uns Passagiere im kleinen Café, das einzige Geschäft ist, in dem man auch Strickwaren (Pullover für Männer, Westen für Frauen, Hauben, Handschuhe,….) mit dem berühmten und einzigartigem Seeschwalben-Muster kaufen kann!
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Als der Regen nachließ schauten wir noch in Helgas offenen Garten bevor wir zu Fuß zum Schiff zurück spazierten.
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01. September 2026 – Saebö
Gegen 8 Uhr ankerten wir bereits in Sæbø – der Hafen ist zu klein für das „große“ Schiff, also musste ein Tenderboot eingesetzt werden. Wir dachten tatsächlich das tendern der vielen Personen würde mehr Zeit in Anspruch nehmen, wir waren allerdings auf einem der ersten, nur mäßig besetzten, Tenderboote.
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Wir spazierten noch kurz am Ufer entlang, denn um 9:10 Uhr begann ein Konzert in der Kirche speziell für uns Passagiere: Akkordeon, Hardanger-Fiddel und Geige, teilweise Gesang wurde uns geboten. Es war wirklich ein schönes kleines Konzert was wir uns zuvor gar nicht vorgestellt hatten!
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Danach spazierten wir ein wenig hinaus aus dem Ort, am Fluss und Ufer entlang. Saebö ist ein wirklich kleiner Ort. Mittags fuhren wir mit dem Tender zurück, aßen gut wie immer und rasteten.
Beim Ablegen waren wir wieder an Deck, wo es frisch zubereitete Norwegische Waffeln mit Braunkäse oder Beeren gab.
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02. September 2026 – Kopervik
Wir hatten eine kurze offene Seestrecke vor uns, anschließend durchfuhren wir den Haugesund. Da wir bei der Herfahrt Esbjerg nicht anlaufen konnten, sollten wir dies bei der Rückfahrt besuchen. Dafür wurden die Liegezeiten in Kopervik angepasst, sodass wir schon Nachmittags zurück am Schiff sein sollten. Entgegen unserer kurzen Überlegung mit dem öffentlichen Bus zu den schönen Stränden Akrasanden zu fahren, spazierten wir zur Kirche. Die Alte Kirche war kurz vor dem Kirchenjubiläum abgebrannt, sodass die neue Kirche erst wenige Jahre alt war.
Der Himmel wurde dunkel und die ersten Regentropfen fielen – wir suchten Unterschlupf im Kulturvereinshaus, das geöffnet hatte. Es war ein kleines Stadtmuseum, wo ältere Herren uns teilweise auf Englisch, teilweise auf Deutsch, ihr lokales Wissen zur Stadtgeschichte mit Leidenschaft näher brachten. Als der Regen nachließ sahen wir der Zugbrücke beim Öffnen und Schließen zu, bevor uns der nächste Regenguss uns wieder ins Museum scheuchte.
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Dann ging es für uns zurück zum Schiff. Erst dort erfuhren wir, dass Esbjerg auch auf der Rückfahrt aufgrund starken Windes nicht angefahren werden könne und wir daher doch bis 19 Uhr im Hafen bleiben. Wir wollten aber nicht nochmals in die Stadt, sondern genossen das Schiff.
Auf dem offenen Meer wurde es dann doch bereits recht wellig
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03. September 2026 – Seetag
Der letzte ganze Tag der Reise war ein Seetag: Recht wellig, bis etwa 2 Meter hohe Wellen. Andrea nahm verteilt über den Tag drei Pulver, und diese wirkten.
Heute bekamen wir die Möglichkeit die Brücke zu besichtigen. Dieses Erlebnis rundete unsere Reise perfekt ab und machte sie so zu einem einmaligen Reiseerlebnis.Dadurch und durch die Herzlichkeit der absolut lösungsorientierten Expeditionsleiterin bleibt uns die Nordkappreise sicher lange in bester Erinnerung!
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Danach bot die Auktion an Bord Gelegenheit zu kleinen Andenken an die Reise zu gelangen. Andreas versuchte es mit der Maschinenraumführung, ersteigerte sie jedoch leider nicht.
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Am Abend fand das Abschiedsessen statt – ein mehrgängiges Menü, welches von den Kellnern in festlicher Uniform gebracht wurde.
Die Koffer mussten wir bis 21:30 Uhr zu den Aufzügen stellen, falls man das Gepäckservice in Anspruch nehmen wollte.
Den letzten Abend ließen wir wieder angenehm ausklingen.
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04. September 2026 – Ankunft Hamburg
Wir stellten den Wecker sehr früh, um noch genug Zeit zu haben. Ein letzter erster Morgenkaffee in der Lounge – gerade beim Anlegen in strömenden Regen. Dann genossen wir ein letztes Mal das hervorragende und reichliche Frühstücksbuffet, bevor wir das restliche Gepäck aus der Kabine holten und es uns im Activity Center gemütlich machten.
Wir blieben noch ein wenig länger am Schiff (bis ca. 9 Uhr), bekamen im Anschluss sofort unsere Koffer, mussten aber länger auf ein Taxi warten (Aida hatte zeitgleich in Hamburg angelegt) und fuhren dann direkt zum Flughafen. Dort trafen wir wieder das Wiener Paar von der Finnmarken, plauderten, warteten auf unseren Flug um 13:50 Uhr und kamen nachmittags gut zu Hause an.
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